Konzerte

 

11. November 2021, 20 Uhr – Klavierabend – Zentralbibliothek der Stadt Essen (Musikbibliothek), Hollestraße 3

Gehard Stäbler: DASURIM (UA)
Franz Schubert: Klaviersonate a-Moll D 784
Kunsu Shim: Das Andere, Inneres für Klavier 

Die Pianistin Ji-Youn Song entwirft für ihre Konzerte eigene Dramaturgien und arbeitet mit vielen Komponisten und Künstler*innen zusammen. In ihren spannungsreichen Programmen begegnen sich klassische und neue Musik, befreit von konventionellen Zwängen. Ji-Youn Song ist Trägerin des Kasseler Kunstpreises 2005 und Mitglied des Musikerverbundes des Ensemble Modern.

Im Klavierkonzert spielt Ji-Youn Song Kunsu Shims Komposition Das Andere, Inneres in Verbindung mit der a-Moll-Sonate D 784 von Franz Schubert. Ähnlich wie zwei Lebewesen, die sich in einem geschlossenen Raum anzunähern versuchen, wirft die gleichzeitige Aufführung beider Werke die Frage nach einer anderen Möglichkeit des Zusammenwirkens und der Annäherung auf.  Die Klavierfantasie von Gerhard Stäbler ist dazu eine Art „Vorspiel“, ein Dasurim, wie es in der traditionellen koreanischen Musik genannt wird. Es beschreibt eine Situation, in der Klänge im Grenzbereich von Chaos und Ordnung, Improvisation und Festnotiertem changieren. Dasurim öffnet Ohren und Sinne für Kommendes.

Ji-Youn Song, Klavier
Marvin Köhler, Spiel in den Saiten

Gerhard Stäbler und Kunsu Shim

 
 

 

7. Dezember, 20 Uhr – „M 5“ Konzert des Trio Omphalos – Gießhaus der Universität Kassel

Violeta Dinescu: Virata (2020) UA
Tom Johnson: Narayanas Kühe (1989)
Noriko Kawakami: One Team (2020)
Philip Glass: Music in Fifths (1973)

Olaf Pyras, Stefan Hülsermann, Ji-Youn Song

 
 

11. Februar 2022, 20:30 Uhr – Katharsis – Cages „Indische“ Sonaten 
Opening 22 – Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier, TUFA Großer Saal 

John Cages Klavierzyklus „Sonatas and Interludes“ gehört zu den bedeutendsten Werken des 20. Jahrhunderts und wird in Trier in einer Konzertperformance die von Cage selbst benannten indischen Wurzeln dieses Meilensteins der neueren Klavierliteratur offenlegen und mittels einer simultanen Videoprojektion das ganze Ausmaß des darin liegenden interkulturellen Verschmelzungsprozesses vor Augen führen.

Ji-Youn Song/Klavier und Joey Arand/Video

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13. Februar 2022, 16:00 Uhr, Valsche Fögel hören John Cage
Opening 22 – Internationales Festival für Aktuelle Klangkunst in Trier, TUFA Großer Saal 

Ein Hin-Hör-Konzert mit neuen Klängen vür Kinder fon 5 bis 9 Jahren
mit: Peter Dietrich/Bauchredner – Ji-Youn Song/Präpariertes Klavier – Christine Weghoff/toy piano

Neben der Musikerin Christine Weghoff entvührt die Pianistin Ji-Youn Song die Kinder in neue Hörwelten. Sie präpariert den Vlügel mit allerlei Schrauben, Radiergummis und Dämpvern für John Cage´s Sonatas und Interludes, kurze Sequenzen, die bestimmten Gevühlen zugeordnet sind. Heiter, heroisch, besorgt, zornig sind einige der Stimmungen, die die jungen Zuhörer in der Musik wieder vinden.

Ein toy piano, ein winziges „Kinderklafier“, dessen Tasten Metallstäbe anschlagen, fersetzt die Zuhörer mit seinem ungewöhnlichen Glockenklang in Entzücken. Die beiden Musikerinnen vühren mit den Kindern gemeinsam eine eigene Komposition mit allerlei Alltagsklängen auv, die auch in Cage´s Werken wieder zu vinden sind, z.B. Papier, Spielzeug oder Plastiktüten.

Die Valschen Fögel des Bauchredners Peter Dietrich proben mit den Kindern den Unterschied zwischen Lärm und Stille, zwischen Klang und Krach. Sie stellen Hörrätsel, philosophieren über Pausen in der Musik und schmieden Pläne für eine saubere Hör-Umwelt.


27. Februar 2022, 18 Uhr Uhr – soundcheck 78
„Natur. Benutzt und besungen
Konzertsaal des Instituts für Musik/ Universität Kassel

Foto © Sam Rebben, Budapest/Wien 2019

Franz Schubert, Auf dem Strom für Sopran, Horn und Klavier, D 943
Luciano Berio, Six Encores für Klavier, 1965-1990
Franz Schubert, Der Hirt auf dem Felsen für Sopran, Klarinette und Klavier, D 965

Petra Schmidt – Sopran
Hana Hockauf – Horn
Stefan Hülsermann – Klarinette
Ji-Youn Song – Klavier

Mit einem Essay von Prof. Dr. Jörg Felmeden
„Erst war die Natur das Vorbild, dann wurde sie zum Nachbild der Kunst“ (Martin Seel).
Natur ist Sehnsuchtsort und Rohstofflieferant, Gegenstand unserer Anbetung und Opfer rücksichtsloser Ausbeutung. Sie wurde seit ihrer Entdeckung überhöht, personifiziert, als vermeintlich „unberührte“ bewundert – und zugleich erschlossen, zurechtgestutzt und nach den jeweils herrschenden ästhetischen Maßstäben kultiviert. Seit dem 19. Jahrhundert treffen beide Perspektiven aufeinander: Auf dem von Schubert besungenen Strom fahren bald Dampfschiffe und von seinem Felsen erblickt der Hirt nicht nur den Frühling, sondern auch eine intensiv genutzte Agrarlandschaft. Vollends heute ist die Frage nach unserem Umgang mit Natur und ihren Ressourcen überlebenswichtig geworden

https://soundcheck-kassel.de/id-78.html

: „Schmaler Grat“ – im Rahmen der Veranstaltungsreihe (26. September 2021)

Musik: Nina Osina / Violine, Ji-Youn Song / Klavier
Werke: 
Sofia Gubaidulina (1931*) „Der Seiltänzer“ (1993)
Tom Johnson (1939*) „Old Wine In New Bottles“ (1976).
György Kurtág (1926*) Perpetuum mobile aus dem Zyklus „Zeichen, Spiele und Botschaften“ (1989-2005)
Alfred Schnittke (1934-1998) „Sonata No. 2 – Quasi una Sonata“ (1968)
Kunst: Stephanie Imbeau / Installation
Sprache: Uwe Jakubczyk

Nina Osina (Violine) und JI-Youn Song (Klavier) präsentieren das Duo-Werk „Seiltänzer“, eine programmatische Musik, geboren aus dem sehnlichen Wunsch den Beengtheiten des täglichen Lebens entkommen, effektvoll illustriert mit experimentellen Klängen und großer Gestik. Darauf folgen miteinander verzahnt Johnsons Klavierstück „Old Wine in ew Bottles“ und Kurtágs Perpetuum mobile“ für Violine solo: die hochmotorische, unermüdlich um ein Zitat von Domenico Scarlatti kreisende, ironische Musik Johnsons trifft also auf Kurtágs spielerisch- assoziativen Gestus. Das Programm schließt mit Schnittkes kontrastreicher, hochdramatischer „Sonata No. 2 – Quasi und Sonata“. Grenzüberschreitend und die eigenen Möglichkeiten immer wieder in neue Räume erweiternd entwickelt sich dieses Programm und führt musikalisch in ein Zwischenreich: hochernst und abgrundtief heiter. 

Stephanie Imbeau (Installation) schafft eine ortsbezogene Konstruktion aus dem Alltagsmaterial von Pappkisten, die mit dem Eigengewicht ihrer Elemente balanciert: Wall Village. In ihrer künstlerischen Praxis untersucht sie, wie Individuen zu einer Gemeinschaft zusammenfinden, wie sie im Kollektiv ein Gefühl persönlicher Sicherheit suchen, einen Ort des Geborgenseins. Zur Erforschung dieses menschlichen Bedürfnisses greift sie zurück auf Darstellungen baulicher Elemente, die im Kontext ihrer Arbeit als Anthropomorphismen zu sehen sind.

Pfarrer Uwe Jakubczyk stellt mit eigenen und ausgewählten Texten einen inhaltlichen Zusammenhang zum Thema der Reihe „Drahtseilakt“ her und lässt sich dabei von Kunst und Musik inspirieren.

Foto:Tanja Jürgensen

drei in eins Karlskirche21 Flyer


: „Märchenkonzert“ – Rumpelstilzchen & Die Nußdiebe – Adventskirche Kassel / Kirchhof (18. September 2021)

mit Thomas Hof/ Erzähler und dem „Duo Song“ – Stefan Hülsermann/ Klarinette und Ji-Youn Song/ Klavier

https://iamsong.de/rumpelstielzchen-die-nussdiebe-maerchenkonzerte/


 

 : „Schach  Tanz Zahl“ – in der Konzertreihe Neue Musik Lauenburg »HörBlick #04« – in der Maria-Magdalenen-Kirche Lauenburg/Elbe (12. September 2021)

Das Trio Omphalos spielt Werke von Noriko Kawakami (UA), John Cage, Tom Johnson und Erik Satie

 
 

 

: Zwei Halbmonde – PerformanceKonzert zur Ausstellung 友達と – „tomodachi to“. Mit Freund*innen – Kunsthalle Düsseldorf (2. September 2021)

Ein Mensch
und eine Fliege
im Raum
Kobayashi Issa (1763-1828)

Das Konzert „Zwei Halbmonde“ anlässlich der Ausstellung „tomodachi to“ präsentiert Werke deutscher und japanischer Komponist*innen. Ähnlich wie im Haiku des japanischen Dichters Issa, geht es dabei um einen Raum des Zusammen-, Nebeneinander- oder gar Gegeneinanderwirkens. Es geht darum mit Werken von Seiji Inagaki, Yoko Ono, Takuro Shibayama, Mieko Shiomi, Kunsu Shim, Oliver Schneller (UA), Gerhard Stäbler (UA), Yuji Takahashi und Yasuko Yamaguchi, die allesamt Bezüge zur Kultur hier wie der im Fernen Osten haben, einen offenen Raum der Freundschaft zu schaffen, im Versuch ihn kreativ hörend zu erfahren.

Ausführende: Ji-Youn Song (Klavier), Katharina Gross (Violoncello), Arnold Marinissen (Schlagzeug), Kunsu Shim und Gerhard Stäbler (Performance)


:  – „flüchtige übergänge“ – Fotografie – Performance – Musik von Kunsu SHIM / Klosterkirche Nordshausen / Kassel (19. Juni bis 16. Juli 2021)

19. Juni bis 16.Juli, täglich 11 – 18 Uhr: Fotoausstellung „PARADISE – ANDERE RÄUME. ANDERE STIMMEN“ von Kunsu SHIM

19. Juni. 18 Uhr: Vernissage mit Vortragsperformance „changes!“ von Gerhard STÄBLER und Kunsu SHIM

16. Juli. 18 Uhr: Finissage Klavierabend mit Ji-Youn SONG ( Voranmeldung unter Angabe des Namens, der Anschrift und einer Telefonnummer an: kooperationsraum.kassel.suedwest@ekkw.de)
Kunsu SHIM „Das Andere. Inneres“
Franz Schubert Sonata a-moll D784

https://iamsong.de/fluechtige-uebergaenge/

 


: Videopremiere „Narayanas Kühe“ — Das Trio Omphalos spielt das hinreißende mathematische Stück von Tom Johnson
im Rahmen des 3. Bundeskongresses Kulturelle Schulentwicklung / Erfurt (26. Mai 2021)

Trio Omphalos

Trio Omphalos Olaf Pyras / Schlagzeug, Stefan Hülsermann / Klarinette, Ji-Youn Song / Klavier

Trio Omphalos

Video Narayana Kühe

 


: Annäherung – „Das Andere, Inneres“ – Klavierabend (Museum am Dom/ Trier, 9. Februar 2020)

Kunsu Shim – „Das Andere, Inneres“ (2019)/ UA
Franz Schubert – Sonate a-moll D 784

Ji-Youn Song brachte die neue Komposition „Das Andere, Inneres“ von Kunsu Shim in Verbindung mit der a-moll-Sonate von Franz Schubert zur Uraufführung. Vergleichbar mit zwei Lebewesen, die sich – wie bei der berühmten Performance von Joseph Beuys und einem Koyoten in New York – in einem geschlossenen Raum einander annähern, wirft das Werk von Shim – noch zugespitzt in der Kombination mit Schuberts Musik – die Frage nach einer anderen Möglichkeit des Zusammenseins und -wirkens und der Annäherung auf.

http://opening-festival.de/

https://iamsong.de/fluechtige-uebergaenge/

: Abschlusskonzert zur Winterakademie 2020 „das schöne, das fremde“ (Heinrich-Heine-Institut/ Düsseldorf, 6. Februar 2020)

Werke von John Cage, Dugal McKinnon, Earl Brown, Kunsu Shim, Kurt Schwitters, Arnold Marinissen und Gerhard Stäbler, sowie zwei Kollektive Kompositionen der TeilnehmerInnen an der Winterakademie im EarPort Duisburg

Ausführende: Katharina Gross/ Violoncello, Arnold Marinissen/ Schlagzeug, Ji-Youn Song/ Klavier, Kunsu Shim & Gerhard Stäbler/ Performance, Taejoong Kim/ Video sowie die TeilnehmerInnen der Winterakademie


: John Cage „Sonatas and Interludes“ (EarPort/ Duisburg, 31. Januar 2020)

Im Rahmen der Winterakademie 2020 „das schöne, das fremde“ spielte Ji-Youn Song die „Sonatas and Interludes“ von John Cage.


: „Tom Johnson 80 Jaar“ (Orgelpark Amsterdam, 3. November 2019)

Ji-Youn Song, Stefan Hülsermann, Olaf Pyras, Johan Luijmes und Tom Johnson

Das „Trio Omphalos“ spielt Werke von Tom Johnson

:: Rational Melodies (1982)
:: Network (2005-2007)
:: Deep Rhythm 1 und 2 (2019)
:: Maximum Efficiency (1991)

Trio Omphalos


: „Alpha 68“ – in der Reihe „achtmal alte brüderkirche“ (Kassel, 13. Oktober 2019)

Das „Trio Omphalos“ spielte Werke von Tom Johnson und Michael Töpel
Kunst: Andrea Nehring / Installation
Sprache: Uwe Jakubczyk

https://iamsong.de/achtmal-alte-bruederkirche/


 : „Rumpelstilzchen“ & „Die Nussdiebe“ – Zwei Märchenkonzerte (Kassel, 7. September 2019/ Lobenhausen/ 15. September 2019)

Gemeinsam mit dem Erzähler Thomas Hof gestaltete das „Duo Song“ einen Märchenabend mit dem Grimmschen Märchen „Rumpelstilzchen“ und dem westafrikanischen Bantu-Märchen „Die Nußdiebe“.

:: Francis Poulenc, Sonata for Clarinet and Piano
:: Witold Lutoslawski, Dance Preludes
:: Niels W. Gade, Fantasistykker
:: Camille Saint-Saens, Sonate pour Clarinette et Piano
:: Friedrich Cerha, Acht Bagatellen
:: Betsy Jolas, „Quoth the raven…“
:: Jörg Widmann, Fünf Bruchstücke
:: Kunsu Shim, Jahreswechsel
:: Tom Johnson, Rational Melodie

https://iamsong.de/rumpelstielzchen-die-nussdiebe-maerchenkonzerte/


 : achtmal alte brüderkirche – „Antares“ (Kassel, 30. Juni 2019)

Umgeben von rasch wachsenden Pilzen und dem Zirpen lebendiger Zikaden – einer vielschichtigen Installation der Künstlerin Silke Kleine Kalvelage zum Thema Ernährungsproduktion – spielte Ji-Youn Song

:: aus: John Cage „Études Australes“
:: Kunsu Shim „Chords of Jonga“

https://iamsong.de/achtmal-alte-bruederkirche/


 : Tom Johnson zum 80. – Konzert im Kölner LOFT (27. April 2019)

Ji-Youn Song/ Stefan Hülsermann/ Tom Johnson/ Olaf Pyras

Anlässlich seines 80. Geburtstags widmete die kölner gesellschaft für neue musik Tom Johnson einen Konzertabend im Loft.
Neben der Präsentation des neuen Bandes der Edition MusikTexte zu Tom Johnson erklangen Werke aus sechs Jahrzehnten, darunter die Uraufführung einer neuen, für das Trio Omphalos geschriebenen Komposition. Das Konzert wurde vom Deutschlandfunk aufgezeichnet. Raoul Mörchen führte gemeinsam mit Tom Johnson durch das Programm.

:: Networks
:: Maximum Efficiency
:: Falling Thirds with Drum
:: Deep Rhythm UA 2019
:: Rational Melodies


 : M 5 – Konzert im Gießhaus der Universität Kassel (21. November 2018)

In seiner neuen Konzertreihe M 5 spielte das „Trio Omphalos“ Werke von Michael Töpel (UA), Maki Ishii, Gerhard Stäbler, Kunsu Shim, Erik Satie und Tom Johnson

https://iamsong.de/trio-omphalos/
https://trio-omphalos.de


 : „Katharsis – Cages ‚indischen‘ Sonaten zum 70.” Klosterkirche-Nordshausen (27. Oktober 2018)

Eine Konzert- und Videoperformance mit Einführung und indischem Essen

Ji-Youn Song erläuterte und spielte die Sonatas and Interludes für präpariertes Klavier von John Cage.
Joey Arand zeigte eine Videoarbeit mit traditionellem indischem Tanz, die den geistig-kulturellen Hintergrund von Cages Komposition verdeutlichte.

Diese Veranstaltung wurde von der Gerhard-Fieseler-Stiftung gefördert.

 

https://iamsong.de/zum-70-eine-art-premiere-cage-sonatas-and-interludes/

 


: Konzert beim Festival „Hörfest Neue Musik“, Hangar 21 / Detmold (3. Oktober 2018)

Das „Trio Omphalos“ spielte Werke von John Cage, Tom Johnson und Kunsu Shim.

Hörfest Neue Musik
Trio Omphalos


 : „Music Room“/ Musikalische Performance in der Neuen Galerie (1. September 2018)

Im Rahmen der Kasseler Museumnacht 2018 improvisierte Ji-Youn Song zusammen mit Olaf Pyras auf den zu Instrumenten umgebauten Möbelstücken des Music Room. Athens (Ensemble 3) von Nevin Aladag, einem von der documenta 14 erworbenen Kunstwerk.

Möbel von Athener Trödelmärkten hat die Künstlerin dafür von traditionell arbeitenden griechischen Instrumentenbauern zu spielbaren Musikinstrumenten umbauen lassen. Ihre griechische Herkunft ist den Instrumenten anzusehen, und doch wird die griechische Lyra (ehemals ein Stuhl) unter den Händen von Ji-Youn Song schnell zum koreanischen Saiteninstrument. Musik ist ein Teil der kulturellen Identität, die sich im Wandel befindet.

https://blog.museum-kassel.de/2018/04/25/die-documenta-geht-die-musik-bleibt-neues-in-der-neuen-galerie/


 : achtmal alte brüderkirche – Ausnahmezustand (1. Juli 2018)

Gemeinsam mit der Berliner Performerin und Abramovic-Schülerin Eunhye Hwang gestaltete Ji-Youn Song einen Abend mit neuer und neuester Klaviermusik:
:: ] said von Gerhard Stäbler,
:: 3 Events & 12 Events von Kunsu Shim,
:: Tiger von Henry Cowell und
:: For Marcel Duchamp von John Cage

Diese Musik verbindet sich mit einer Kunstperformance, bei der das breite Spektrum motorischer und klanglicher Möglichkeiten, die in Blumentöpfen und Vasen stecken, überraschend zur Wirkung kommt. Sprachliche Beiträge hierzu stammen von Uwe Jakubczyk.

https://iamsong.de/achtmal-alte-bruederkirche/


 : Baunataler Kammerkonzert mit dem Duo Song (22. April 2018)

Stefan Hülsermann & Ji-Youn Song

„Lieder ohne Worte“
DUO SONG: das klingt nach Gesang! Da schwingt im Namen drin das Singen mit und wird Programm: Hier singt am Klavier mit ihren Fingern Song, dort ihr Partner Hülsermann mit seinem Atem auf der Klarinette. Rein instrumental spielen die Beiden Schubert-, Strauß- und Schumann-Lieder: ohne die Worte der Dichter, entledigt der Sprache, pure Musik. Und ganz unglaublich, was dabei geschieht! Im rein instrumentalen Gesang melden sich die Melodien dieser berühmten Lieder zu Wort – beginnen ihre Töne zu sprechen – und unbehelligt durch die alte Poesie artikulieren sich eigene Gedanken und Gefühle! Die „universale Sprache der Musik“! Wie oft ist sie beschworen worden! Aber nur selten hat sie so direkt ins Herz gesprochen wie hier beim DUO SONG!

Und in den Kranz dieser zugleich wortlosen und doch sprechenden Lieder windet das DUO SONG nun einige der spannendsten zeitgenössischen Originalkompositionen für Klarinette und Klavier: Werke von Alban Berg, Betsy Jolas, Kunsu Shim und Jörg Widmann, deren aphoristischer Charakter dem Ungesagten und Unsagbaren Raum gibt, ja „Stimme“ verleiht. Bis in die Gegenwart führt damit jene Spur, deren Anfänge in den romantischen Liedern liegen. Durch den Kunstgriff der Übereignung des Partes der menschlichen Stimme an die Klarinette lässt das DUO SONG dieses musikgeschichtliche Kontinuum hör- und erlebbar werden.

Weitere Infos unter http://www.stefanhuelsermann.de/duosong.html


 : achtmal alte brüderkirche – WegUndDa (2. Juli 2017)

Musik: Ji-Youn Song
:: John Cage, And the Earth shall bear again
:: Julia Wolfe, Compassion
:: Morton Feldmann, Last Pieces
:: Violetta Dinescu, Schlachtfeld von Marathon
:: John Cage, In the Name of the Holocaust

Kunst: Alexander Gehring, Fotografie (Atlantis)

Sprache: Lars Hillebold

 


 : Das „Buch der Klänge“. Klangwandel – Klavier – Malerei (15. Januar 2016)

Die betörende Schönheit des farbenreich schmelzenden Klangs des Flügels hat der Komponist Hans Otte mit seinem Buch der Klänge mutig neu zur Geltung gebracht. Dank der Initiative von Ji-Youn Song bestand im Saal der Freien Waldorfschule/ Kassel die seltene Gelegenheit dieses 12-teilige Werk aus den Jahren 1979 bis 1982 vollständig und in höchster Konzentration zu erleben. Otte beerbt in diesem Zyklus spielerisch den Impressionismus und lässt in großer Freiheit das obertonreiche Klangspektrum des Flügels zu mannigfacher Entfaltung kommen.

Zur Aufführung gelangte sein Werk in einer Konzertperformance, bei der die zauberhaft langsam sich wandelnden Klangbilder visuell mit Bildwerken einer organischen Farbmalerei verbunden wurden. Ottes Musik – gespielt von Ji-Youn Song – untermalt von Aurel Mothes: „Klangwandel – Klavier – Malerei“ lautete daher das Motto dieses Abends.


 : „Inne.Hallen I – Energische Erschütterungen“ (19. September 2015)

Im Herbst 2015 startete unter der künstlerischen Leitung von Ji-Youn Song in der Klosterkirche-Nordshausen die dreiteilige Konzertreihe „Inne.Hallen“. Im fein renovierten Inneren von Kassels ältester Kirche führte sie selbst zu Beginn mit Ludwig van Beethovens motorisch-meditativer Waldsteinsonate musikalisch an die Grenzen von Zeit und Ewigkeit. Den damit erzeugten inneren Widerhall schrieben die Tänzerinnen Deborah Smith-Wicke und Martha Isabel León Castaño mit improvisierten Tanzbewegungen sichtbar ins Kirchenschiff ein. Es folgte Wolfgang Rihms gewaltig zerklüftetes Klavierstück Nr. 7 und ließ die titelgebenden „Energischen Erschütterungen“ verspüren, die wiederum tänzerisch aufgegriffen wurden und schließlich in Morton Feldmans ‚Palais de mari‘ an der Grenze zur Lautlosigkeit verhallten. Abgerundet wurden alle drei Abende mit einem kulinarischen Nachhall im Beisein der beteiligten Künstlerinnen. https://iamsong.de/klosterkirche/


 : „knast.beflügelt“ – Ein Klavierabend im Gefängnis (27. November 2015)

Ji-Youn Song: Knast.beflügelt

Dass Knast beflügelt, darf zu Recht bezweifelt werden! Aber dass ein Konzertflügel ins Gefängnis kommt und darauf ein veritabler Klavierabend zu hören ist, das kann beflügelnd wirken! Ji-Youn Song hat im November 2016 hinter den fest verschlossenen Toren der Justizvollzugsanstalt II Beethoven, Rihm und Otte gespielt. Nicht nur Insassen der JVA sind in den Genuss dieses einmaligen Konzertereignisses gekommen, sondern auch eine begrenzte Zahl externer Zuhörer. Durch den Ort und das so besonders zusammengesetzte Publikum waren die aufgeführten Werke auf ganz neue Weise zu erleben.

 


 : Klavierrecital/ Kasseler Musiktage: Cage und Schumann (27. Oktober 2012)

Wie wäre ein Gespräch zwischen dem romantischen Komponisten Robert Schumann und dem Musikpionier John Cage verlaufen? Eine musikalische Antwort auf diese spannende Frage gab Ji-Youn Song im Ständesaal des Landeswohlfahrtsverbandes im Rahmen der Kasseler Musiktage 2012. Sie spielte Teile der Sonatas and Interludes (1946–48) von Cage in einer inspirierenden Kombination mit den Waldszenen op. 82 von Schumann. Beiden Werken gemein ist die überraschende Farbigkeit und Konzentration auf das Wesentliche. Dem romantisch verstandenen reinen Klavierklang bei Schumann trat das von Cage durch Präparation mit verschiedenen Gegenständen zum Schlagzeugensemble erweiterte Klangbild des Flügels zur Seite. Wie durch ein Wunder eröffnete sich zwischen diesen beiden so unterschiedlichen musikalischen Sprachen ein zugleich reiches und bereicherndes Beziehungsgeflecht.


 : „Konzentrisch III – Zeitlos-endlich“ – Klavierabend in der Klosterkirche (30. September 2017)

Pianistisch endete die von Ji-Youn Song konzipierte Reihe „Konzentrisch“ in der Kasseler Klosterkirche mit zwei Werken, die dem strengen Takt der Zeit entheben: nach Morton Feldmans zeitlosem Wunderwerk For Bunita Marcus (1985) erklang der 1. Satz aus Franz Schuberts erster großer Klaviersonate in a‐moll (1825). Und auch wenn 160 Jahre zwischen diesen beiden Werken liegen, sind sie dennoch tief verbunden! Denn sie befreien die Hörer aus dem unaufhaltsamen Fluss der Zeit, verleihen der Seele Flügel und führen in neue Räume.

Damit korrespondierte diese Musik der ungewöhnlichen Darstellung eines meditierenden, in sich versunkenen Christus, eine der leicht übersehenen Kostbarkeiten in der Klosterkirche, die eingangs sachkundig von Dr. Mense erläutert wurde. https://iamsong.de/klosterkirche/

 


: soundcheck 56 „Nachtstücke. Die Poesie der Dunkelheit“ – Violine und Klavier (28. November 2014)

Ein delikates Programm mit höchst anspruchsvoller Musik für Violine und Klavier spielten Nina Osina/ Violine und Ji-Youn Song/ Klavier und damit ließen im Gießhaus der Universität Kassel verstörend schöne und nur sehr selten zu hörende Werke erklingen:

Nina Osina & Ji-Youn Song

Darunter die Fünf Nachtstücke (1990) des 2012 verstorbenen Komponisten Hans-Werner Henze, hochdiffizil in ihrer präzise ausgearbeiteten Rhythmik und zugleich engelhaft schwebend in den weit tragenden Melodiebögen, zu denen die Violine ausholt, um das Schweifende einer schlaflosen Nacht zu Gehör zu bringen. Weiter Alfred Schnittkes ‚Quasi una sonata‘ aus dem Jahr 1968, eine im Zugriff energische, in der Ausführung effektvolle polystilistisch angelegte Musik, gesättigt mit vielen Zitaten aus der Musikgeschichte. George Crumb schloss sich an mit den Four Nocturnes (1964), unverkennbar in seiner Lust am Experimentieren mit neuen Klängen und Spieltechniken, mittels derer er der Violine Vogelstimmen abgewinnt und im Innenraum des Klaviers (mit einer Wurzelbürste) das Raunen der Nacht erzeugt. Schließlich auch John Cage mit seinen Six Melodies (1950), die – das übrige Programm zugleich rahmend und verknüpfend – in ihrer herben Schönheit meditativ zur Versenkung führen, den Bogen der Nacht sich wölben lassen, darin schwebend aufgehoben Flügeltöne nachtschattengeborener Zwischenwesen.


 : Dozentenkozert des „Instituts für Musik“ – SCALILIHU (21. Januar 2014)

Ein spielerisch moderierter Klavierabend mit folgenden Werken:

Domenico Scarlatti: Sonaten
Franz Liszt: Petrarca Sonette
György Ligeti: Musica ricercata
Nicolaus A. Huber: Pour les enfants du paradis

Mehr Infos https://iamsong.de/2014-scalilihu/

 


 : Musik- und Filmperformance „Horror hoch drei“ im Kulturhaus Dock 4 (2012)

Konzeption: Ji-Youn Song & Prof. Joel Baumann
Mauricio Kagels „MM 51. Ein Stück Filmmusik“, live gespielt von Ji-Youn Song verbunden mit einer Live-Filmperformance aus Szenen von:
• Nosferatu (1979, W. Herzog)

• Die Nacht der lebenden Toten (1968, G. A. Romero)
• Alien (1979, R. Scott)
Weitere Mitwirkende: Tobias Zarges, Sebastian Haydt
Eine Kooperation zwischen: Institut für Musik der Universität Kassel, Kunsthochschule und Kulturamt der Stadt Kassel
Mehr Infos https://iamsong.de/horror-hoch-drei/


: „And the Earth shall bear again” – Klavierabend in Fridericianum (2006)

Im Begleitprogramm zur von René Block kuratierten Ausstellung „5 tage bis zum ende der kunst – fremd bin ich eingezogen“ im Fridericianum spielte Ji-Youn Song:

 

John Cage „And the Earth shall bear again“
            und „A Valentine out of Season“
Henry Cowell „Three Irish Legends“
Helmut Lachenmann „Ein Kinderspiel“
Mauricio Kagel „Metapiece (Mimetics) für Klavier“
George Crumb „Makrokosmos“
Morton Feldman „Palais de mari“
La Monte Young „Klavierstück“